top of page
  • ivonneszynkiewicz

Interview mit Ana Woods





 

Vor einiger Zeit durfte ich ein kleines Interview mit Ana Woods führen. Wir dachten es würde gut in die Gewinnspielwoche zu „15 Gründe dich zu hassen“ passen.

Ich hoffe ihr habt beim Lesen viel Freude.


 

1. Nächstes Jahr erscheint die Make a Difference Dilogie bei Piper. Wie haben die vier Protagonisten den Weg zu dir gefunden?


Wow, da starten wir aber gleich mit einer Frage, über die ich erst mal nachdenken muss *lach* Es ist einfach schon unglaublich lange her, dass ich die Geschichten entwickelt habe, denn in der Verlagswelt dauert es von der Ideenfindung bis zur Veröffentlichung nicht gerade selten einige Jahre :D Aber ich weiß noch, dass ich unbedingt eine Geschichte schreiben wollte, die im Survival-Urlaub spielt, da ich selbst Abenteuer so liebe. Ich habe überlegt, was für eine Protagonistin man am besten auf so eine Insel setzt, damit es zu vielen lustigen Szenen führt. Dann habe ich überlegt, wer der Love Interest sein könnte – Konfliktpotenzial und Neckereien lieben wir doch alle im Romance-Genre, daher mussten es natürlich zwei gegensätzliche Charaktere sein, die aufeinanderprallen. So waren Kim und Aidan geboren :D Bei Holly und Scott war es etwas anders – ich wollte seit dem Nicholas Sparks-Film „Kein Ort ohne Dich“ einen typischen Cowboy in Kombination mit einem Wirbelwind schreiben :D Das habe ich mit den beiden dann auch endlich getan!


2. Gab es Momente beim Schreiben wo dich einer deiner Protagonisten zum Wahnsinn getrieben hat?


Die gibt es immer *haha* Ich habe meistens kurz nach dem Midpoint einen kleinen Durchhänger. Woran das liegt, weiß ich aber selbst nicht. Bei „Finding Home“ haben meine Protagonisten mich durchweg in den Wahnsinn getrieben. Der Plot war viel zu umfangreich für die Seitenvorgabe vom Verlag, sodass ich sehr viel kürzen musste und dann hat gefühlt nichts mehr gepasst, wie es sollte. Und das nur, weil Holly und Scott so viel zu erzählen hatten :D Das hat dann dazu geführt, dass umgeplottet und nachträglich noch sehr viel geändert werden musste. Das hat mir viele graue Haare beschert!

3. Wie findest du die Ideen zu deinen Büchern?


Das ist ganz unterschiedlich! Ich habe glücklicherweise eine absolut blühende Fantasie. Manchmal reicht ein einzelnes Wort damit ich eine komplette Geschichte im Kopf habe. Bei „Fallen Queen“ kam mir die Idee in einem Traum, bei „15 Gründe, dich zu hassen“ nach einem Filmmarathon, bei „Nordlichtglanz & Rentierglück“ war es ein einzelner Satz, der die Vorgabe für einen Wettbewerb war, bei „A Whisper of Darkness“ war es ein Bild bei Pinterest und bei „Finding Paradise“ war es überwiegend mein Urlaub auf Sansibar, der mich inspiriert hat.



4. Gibt es in einer deiner Geschichten auch Personen aus deinem Umfeld die auf eine Weise den Weg ins Buch gefunden haben?


Personen nicht direkt, nein. Aber einzelne Erlebnisse finden öfter den Weg in meine Bücher. Das können Dinge sein, die ich selbst mit Freunden oder der Familie erlebt habe, oder die man mir erzählt hat. So sind schon viele lustige Szenen in meinen Büchern entstanden, die sonst gar nicht geplant gewesen wären. Zum Glück ist mein Freundeskreis ein absoluter Chaoshaufen, sodass ich von ihnen immer wieder mit den lustigsten Geschichten gefüttert werde :D

5. Wie sieht ein normaler Schreiballtag bei dir aus?


Bei mir gibt es nicht den einen normalen Schreiballtag. Es kommt immer darauf an, was für Aufgaben aktuell anstehen und erledigt werden müssen. Das kann von der Ideenfindung, über das Schreiben, ein Lektorat oder das Lesen einer Druckfahne wirklich alles sein. Normalerweise arbeite ich an zwei bis drei Projekten parallel. Dabei befindet sich jedes davon in einem anderen Stadium. Hinzu kommen Dinge wie das Bespielen meiner Social Media Accounts, Planung von Marketingmaßnahmen, Leserbindung und Co. Arbeiten tu ich in der Regel 8-10 Stunden am Tag, je nachdem, wie viel ansteht. Ich habe es zwei Monate versucht, mir wirklich geregelte Arbeitszeiten zu legen, aber das funktioniert bei mir eher semi-erfolgreich. Also starte ich mal um 9 Uhr, mal um 12 Uhr, je nachdem, wann ich aufstehe und ziehe dann meine Arbeitszeit durch. In der größeren Pause gehe ich mit meinem Hund spazieren und in den kleineren Pausen (meistens 5-10 Minuten alle 60-90 Minuten) erledige ich den Haushalt. Sobald ich meine Aufgaben für den Tag erledigt habe, schwinge ich mich auf die Couch und zocke ein paar Runden :D

6. Welches Buch sollte deiner Meinung nach jeder lesen?


Das ist eine schwierige Frage. Ich habe einige All Time Favorite Bücher, die ich immer gern empfehle, allerdings kommt es auch darauf an, welches Genre mein Gegenüber favorisiert :D Meine Herzensbücher sind aber Seelen von StephenieMeyer, Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green und Für immer vielleicht von Cecelia Ahern. Alles drei Bücher, die ich schon unzählige Male gelesen habe, sie aber trotzdem noch einfach grandios finde!

7. Gibt es eine Geschichte, die du schon lange im Kopf hast, die aber einfach noch nicht den Weg aufs Papier gefunden hat?


Da gibt es leider sogar so einige! Ich schreibe unfassbar gern Fantasy, aber bedauerlicherweise ist das ein Genre, das aktuell keine Hochphase auf dem Buchmarkt hat, weshalb es schwierig ist, einen Programmplatz zu erhalten. Es schlummern aber unzählige Fantasyideen auf meinem Rechner, von denen ich einige auch schon angefangen habe. Aber leider haben diese keinen Verlag gefunden. Deshalb muss ich wohl mit diesen Büchern noch warten, auch wenn ich nichts lieber tun würde, als sie zu schreiben!




8. Schreibst du einfach drauf los oder planst du bevor du mit einem neuen Buch startest?


Ohne Planen funktioniert bei mir nichts. Da ich Vollzeit als Autorin arbeite, kann ich nicht einfach ohne Planung drauf los schreiben und dann hoffen, dass ein Verlag das fertige Buch einkauft. Ich muss mich vor dem Schreibprozess hinsetzen und erst mal ein Exposé schreiben – dieses muss manchmal auch schon sehr detailliert sein, damit die Verlage genau sehen, was wann in der Geschichte passiert, wie der Plot und die Charaktere sich entwickeln. Dazu erhalten Verlage nur eine kurze Leseprobe von 30-50 Seiten, anhand dessen sie das Projekt einkaufen oder nicht. Also plane ich zwangsläufig die Geschichte, während ich ein Exposé schreibe. An die einzelnen Szenen setze ich mich dann erst nach Vertragsunterzeichnung.

9. Hattest du schon einmal eine Schreibblockade? Und wenn ja, was hast du dagegen getan?


Ich gehöre zu denjenigen, die nicht an Schreibblockaden glauben. Von daher – nein, hatte ich noch nie 😊 Wenn ich feststecke, dann liegt das nur daran, dass etwas am Plot nicht stimmt. Dann gehe ich zu dem Zeitpunkt im Manuskript zurück, als noch alles in Ordnung war, und schaue, wo der Schuh drückt. Es kommt vor, dass Kleinigkeiten angepasst werden müssen und danach fließt es wieder.

10. Was gefällt dir besonders gut an deinem Autorinnen Leben?


Die freie Zeiteinteilung und dass ich allein arbeiten kann. Ich habe viele Jahre neben der Schule und meinem Studium im Einzelhandel und der Gastronomie gearbeitet. Was man da so erlebt … Als Autorin habe ich keinen Kontakt zu anderen Menschen und genau das liebe ich so. Versteht mich nicht falsch, ich mag manche Menschen – aber es ist mir lieber, ihnen nur in vereinzelten Dosen zu begegnen. Nach ein paar Tagen Messe brauche ich zum Beispiel wieder eine längere Pause, weil zu viele Personen auf einen Haufen für mich eine komplette Reizüberflutung sind. Daher bin ich sehr dankbar dafür, dass der meiste Kontakt zu meinen Lesern online stattfindet. Da kann ich mir alles so einteilen, wie ich das möchte, und wenn ich merke, dass es zu viel wird, lege ich das Handy weg und mache eine Pause 😊


 

Noch einmal vielen Dank für das tolle Interview liebe Ana. ❤️ Und für alle die nun neugierig sind, am 30. März 2023 erscheint mit „Finding Paradise“ der erste Teil der „Make a Difference Reihe. Am 29. Juni 2023 folgt dann mit "Finding Home" der zweite Teil.





2 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
bottom of page