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  • ivonneszynkiewicz

Rezension zu "Heart Story"





 

Daten:


Heart Story von Helen Hoang – Kyss Verlag – 416 Seiten – ISBN: 978-3499002861 – 12,99€ - veröffentlicht am 25. Januar 2022



 


Klappentext:


DER SCHWIERIGSTE WEG …

Anna Suns Karriere als Violinistin steht nach einigen Monaten unverhoffter Social-Media-Berühmtheit vor dem Stillstand. Sie ist blockiert, schafft es nicht einmal mehr, ein Stück ganz durchzuspielen. Und dann eröffnet ihr Freund ihr auch noch, dass er eine offene Beziehung will. Verletzt und wütend entschließt Anna sich, einen One-Night-Stand mit dem unpassendsten Mann zu haben, den sie finden kann.

… IST DER WEG ZU SICH SELBST!

Und das ist Quan Diep. Auf den ersten Blick könnte der tätowierte sündhaft attraktive Mann kaum schlechter zu Anna passen. Doch bei ihm kann Anna mehr sie selbst sein als bei irgendjemand anderem. Er akzeptiert sie auf eine Weise, die sie bisher nicht kannte. Selbst als eine Tragödie ihre Familie erschüttert und jeder Tag sie ein Stück näher an ihre Grenzen bringt. Und darüber hinaus …



 


Meine Meinung:


Ich habe diese Reihe sehr ins Herz geschlossen. Deshalb war ich wirklich glücklich als endlich der dritte Teil erschienen ist. Auch wenn es nun der letzte sein wird. In Heart Story geht es um Anna. Sie ist eine großartige und strake Protagonistin. Auch wenn sie sich selbst vielleicht nicht so fühlt. In dieser Welt, wo jeder perfekt sein muss, weiß sie nicht, wo sie ihren Platz finden soll. Egal wen sie um sich hat, alle wissen besser, was gut für Anna ist. Ihr Freund entscheidet für sich und gleichzeitig soll Anna auf ihn warten und Verständnis haben. Die Familie von Anna ist auch mehr als schwierig. Überall stößt sie an. Und die „liebevolle Strenge“ ist selbst für mich als Leser kaum auszuhalten. Vor allem ihre Schwester Priscilla ist ein sehr schwieriger Charakter. Ich bewundere Anna sehr dafür, dass sie so lange versucht hat es allen recht zu machen. Das sie nicht daran zerbrochen ist, zeigt wie stark sie ist.


Quan hat man ja schon in den ersten beiden Teilen kennengelernt. Auch auf seine Geschichte habe ich mich sehr gefreut. Obwohl auch er sein Päckchen zu tragen hat, schafft er es Anna auf eine Weise zu unterstützen, die ich wirklich bemerkenswert finde. Die beiden sind toll zusammen und auch Anna schafft es Quan zu stärken und ihm zu helfen. Die Dynamik der beiden hat mir so manchen schweren Moment gerettet. Das Buch behandelt einige schwere Themen. Auch die Pflege des Vaters von Anna ist ein wichtiges Thema, dass wenig Beachtung findet bis jetzt. Die Umsetzung ist meiner Meinung nach sehr gut geglückt. Wir begleiten Anna durch eine sehr schwierige Zeit. An sie werden viele Forderungen gestellt, gleichzeitig lernt sie sich selbst neu kennen. Denn auf einmal wird sie mit der Diagnose Autismus konfrontiert. Für Anna ergibt endlich so viel Sinn. Sie begreift, was alles falsch gelaufen ist. Entsetzt hat mich hingegen die Art der Familie. Jedes Mal, wenn sie Anna einreden wollen das sie nur faul ist, hat sich in mir alles zusammengezogen. Das so wenig Einsicht da ist, hat mich wirklich entsetzt.

Zum Glück ist bei diesem Weg Quan an ihrer Seite. Nicht immer in Person, aber man merkt wie wichtig sein Zuspruch für Anna ist. Dieses Buch war für Helen Hoang halb Autobiographisch. Und ich finde das merkt man beim Lesen. Auch die anderen Teile waren sehr emotional. Aber hier musste ich so oft schwer schlucken. Manchmal musste ich das Buch zur Seite legen, weil der Knoten in meinem Bauch sich immer mehr zusammenzog. Es tut mir leid für jeden Menschen, der diesen oder einen ähnlichen Weg gehen musste.

Um so wichtiger ist es, dass es solche Bücher gibt.

Zum Ende hin hat sich alles recht schnell aufgelöst. Ich weiß das ein Buch auch irgendwann enden muss. Aber ich hätte mir tatsächlich ein paar Seiten mehr gewünscht. Trotzdem ist dieses Buch für mich wirklich ein Highlight. Und ich hoffe wir dürfen noch einige Bücher von Helen lesen.

ich gebe „Heart Story“ 5 von 5 Lesekatzen.


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